Anwaltskanzlei Familienrecht Hattingen:

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Unsere Tätigkeitsschwerpunkte im Familienrecht:

Unterhalt
  • Kindesunterhalt
  • Ehegattenunterhalt
  • Elternunterhalt

Scheidung

  • Zugewinn und sonstiger Vermögensausgleich
  • nachehelicher Unterhalt
  • Versorgungsausgleich

Trennung

  • Sorgerecht und Umgangsrecht
  • Trennungsunterhalt Unterhalt nichtverheirateter Mütter
  • Wohnungszuweisung und Hausratsverteilung

Kanzlei Raddatz & Partner Hattingen

Sie sind auf der Suche nach einem im Familienrecht tätigen Rechtsanwalt / Anwalt ?

Dann kontaktieren Sie uns, die Kanzlei Raddatz & Partner in Hattingen. Wir freuen uns darauf, Sie demnächst in unserer Kanzlei begrüßen zu dürfen und Sie bei rechtlichen Fragen insbesondere bzgl. Unterhalt, Scheidung, Zugewinn, Sorgerecht zu beraten.

Kontakt:

Kanzlei Raddatz & Partner
Bruchstr. 26
45525 Hattingen
Telefon: 02324-9163900
Fax: 02324-9163909
Email: info@kanzlei-raddatz.de

Öffnungszeiten:

Montag  und
Dienstag  und
Mittwoch 
Donnerstag  und
Freitag 
Termine nach Vereinbarung

Rechtsanwalt Marc Raddatz hat 2010 erfolgreich die Prüfung zum Fachanwalt für Familienrecht i.S.d.   § 12 FAO (Nachweis besonderer Kenntnisse) absolviert.

Unterhalt

Das Unterhaltsrecht ist im Gesetz nur rudimentär und generalklauselartig geregelt. Die Begriffe der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten und der Bedürftigkeit des Unterhaltsgläubigers sind im Unterhaltsrecht von übergeordneter Bedeutung. Der Unterhatspflichtige ist nur dann zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, wenn er hierdruch nicht selber in seiner Existenz gefährdet ist (sog. Selbstbehalt); einen Anspruch auf Unterhalt hat nur wer außerstande ist für seinen Unterhalt selber aufzukommen. Diese gesetzlichen Vorgaben des Unterhaltsrechts geben den äußeren Rahmen, die Grobstruktur des Unterhaltsrechts vor, beantworten aber nicht die konkrete einzelfallbezogene Frage ob Unterhalt geschuldet wird und falls ja für wie lange und in welcher Höhe. Diese Fragen werden primär durch die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte und des Bundesgerichtshofes näher ausgestaltet. Prominentestes Besipiel hierfür ist wohl die sog. Düsseldorfer Tabelle, ergänzt durch die entsprechenden Leitlinien der Oberlandesgerichte. In diesem Werk haben die im Unterhaltsrecht tätigen Richter der Oberlandesgerichte Leitlinien erfasst, die es dem Familienrichter  ermöglichen für eine möglichst einheitliche Rechtsprechung zu sorgen; sie entbinden das Gericht jedoch nicht davon bei der zu treffenden Entscheidung  die Umstände des Einzelfalls entsprechend zu berücksichtigen. Der Rechtsanwalt / Anwalt hat den Unterhaltsanspruch zunächst an den gesetzlichen Vorgaben zu bemessen. In einem weiteren Schritt hat der Rechtsanwalt / Anwalt die “Leitlinien” der Oberlandesgerichte auf den Sachverhalt anzuwenden. Dieses Zwischenergebnis ist in einem letzten, in der Regel dem entscheidenden und schwierigsten Schritt, dahingehend zu überprüfen, ob und in wie weit die speziellen Umstände des Einzelfalls eine “Korrektur von der Norm” erfordern. Kriterien wie Dauer der Ehe, Kindeserziehungszeiten, Krankheit, ehebedingter Erwerbsnachteil sind zunächst aufzufinden und dann zu bewerten. Aufgabe des Rechtsanwalts / Anwalts ist es diese Kriterien – je nach Perspektive – stärker oder schwächer zu gewichten, da sie insbesondere auf die Dauer eines Unterhaltsanspruches einen maßgeblichen Einfluss haben.

Grundlage jedes Unterhaltsanspruches ist daher die Ermittlung der (wirtschaftlichen) Leistungsfähigkeit derjenigen Person, die Unterhalt schuldet (Unterhaltsverpflichteter) und derjenigen Person, die unterhaltsbedürftig ist (Unterhaltsgläubiger). Die unterhaltsrechtliche “Leistungsfähigkeit 1. Stufe” (sog. unbereinigtes steuerliches Nettoeinkommen)  leitet sich aus der steuerrechtlichen Leistungsfähigkeit ab. Fundierte Kenntnisse im Steuerrecht sind für den im Familienrecht tätigen Rechtsanwalt / Anwalt unverzichtbar, insbesondere bei Unterhaltsverpflichteten die selbständig tätig sind, bei außergewöhnlichen Lohnbestandteilen oder übermäßiger Altersvorsorge.  Der Rechtsanwalt / Anwalt sollte in der Lage sein, die Jahresabschlüsse (“Bilanzen und GuV”) bzw. EÜR der Beteiligten zu analysieren, um sicherstellen zu können, dass sich der Unterhaltsverpflichtete nicht schon bein der Ermittlung seines relevanten Nettoeinkommens in unterhaltsrechtlich unzulässiger Weise “arm rechnet”.

Unterhalt wird nicht nur gegenüber Kindern (eheliche und nichteheliche) und Ehegatten (geschieden oder getrennt) geschuldet, sondern auch gegenüber den eigenen Eltern (sog. “Sandwichgeneration”), sowie gegenüber Müttern, die ein nichteheliches Kind betreuen. Sofern mehreren Personen gegenüber Unterhalt geschuldet wird, hat der Rechtsanwalt / Anwalt das Rangverhältnis zwischen den unterhaltsberechtigten Personen zu prüfen. Aufgrund der Wandelbarkeit der tatsächlichen Begebenheiten (Arbeitsplatzverlust, Neuverheiratung etc.) ist eine regelmäßige Überprüfung des Unterhalts durch den Rechtsanwalt / Anwalt notwendig; anderenfalls droht die – u.U. nachträglich nicht mehr zu korrigierende Gefahr – zu wenig Unterhalt zu erhalten bzw. zu viel Unterhalt zu zahlen. Daher sollte, insbesondere dann, wenn begründeter Anlass für die Vermutung besteht, dass der Unterhaltsgläubiger oder der Unterhaltsverpflichtete derweil höhere oder niedrigere Einkünfte erzielt, eine Neuberechnung des Unterhalts durch Rechtsanwalt / Anwalt erfolgen, um den Unterhaltsanpruch entsprechend anzupassen.

Trennung

Dem eigentlichen Scheidungsverfahren vorgelagert stellen sich im Zeitpunkt der Trennung häufig die brisantesten Problemgestaltungen für den Rechtsanwalt / Anwalt. Die Emotionen der Beteiligten lassen oftmals ein rationales Vorgehen nur bedingt zu. Der Rechtsanwalt / Anwalt ist häufig erster und primärer Ansprechpartner in dieser Lebensphase. Gemeinsam mit seiner Mandantschaft hat er das weitere Vorgehen im rechtlichen Bereich zu planen. Oftmals sind im Rahmen der Trennung “schnelle” Maßnahmen erforderlich, da sich die gesamten Lebensumstände der Beteiligten häufig “über Nacht” verändert haben. Mit der Trennung einher geht in der Regel ein Regelungsbedürfnis bezüglich des Umgangsrechts mit den Kindern, der Ehewohnung, den gemeinsamen Konten und dem Trennungsunterhalt; die Vertrauensbasis zum Partner ist nicht mehr vorhanden. Der Rechtsanwalt / Anwalt hat in diesen Bereichen schnell für “klare Verhältnisse” zu sorgen, um den Beteiligten den erforderlichen Freiraum für die mit der Trennung einhergehenden persönliche Probelem zu verschaffen

Besonders sensibel stellt sich das Betätigungsfeld des Rechtsanwalts / Anwalts im Bereich des Sorgerechts und des Umgangsrechts dar. Hier gilt es der betreuenden Mandantschaft immer wieder klar vor Augen zu führen, dass derlei Auseinandersetzungen einzig und allein dem Kindeswohl dienen. Streitigkeiten auf persönlicher Ebene zwischen den Beteiligten”auf dem Rücken des Kindes” sind strikt zu unterbinden. Als Organ der Rechtspflege hat der im Familienrecht tätige Rechtsanwalt / Anwalt in Sorge- und Umgangsangelegenheiten einzig und allein das Kind zu schützen.

Scheidung

Das eigentliche Scheidungsverfahren ist in der Regel wenig spektakulär. in der Praxis wesentlich wichtiger ist, dass das Scheidungsverfahren eine sog. verfahrensrechtliche “Sogwirkung” besitzt (§ 137 FamFG). Dies bedeuetet, dass grundsätzlich sämtliche familienrechtlichen Angelegenheiten einheitlich mit dem Scheidungsverfahren entschieden werden und auch erst geschieden wird, wenn die anderen regelungsbedürftigen Angelegenheiten entscheidungsreif sind. die mit der Scheidung einhergehenden Familiensachen sind oft Verfahren betreffend den Unterhalt, Versorgungsausgleich, Zugewinnnausgleich und das Umgangs- und Sorgerecht. Insbesondere weil die verschiedenen Verfahren an unterschiedliche Zeitpunkte anknüpfen ist die Frage wann ein Scheidungsantrag eingereicht werden soll vom Rechtsanwalt / Anwalt zu prüfen.

Hinweise:

  • Im Scheidungsverfahren herrscht Anwaltszwang (§ 114 FamFG). Dies gilt auch im Rahmen der “einfachen” einvernehmlichen Scheidung.
  • Eine “online-Scheidung” im eigentlichen Sinn ist (noch) nicht möglich. Die sog. online-Scheidung in der derzeitigen Außendarstellung ist lediglich die elektronische Übermittlung der für den Scheidungsantrag erforderlichen Daten an den Rechtsanwalt / Anwalt und ist somit also nicht mehr als eine E-Mail an den Rechtsanwalt / Anwalt. Erspart wird durch die sog. online-Scheidung lediglich der persönliche Termin beim Rechtsanwalt / Anwalt (ein [wohl stillschweigend erklärter] Beratungsverzicht wird hiermit in der Regel einhergehen). Im gerichtlichen Scheidungstermin wird das persönliche Erscheinen der Beteiligten i.d.R. angeordnet (§ 128 FamFG). Sollten Sie – insbesondere aus Zeitgründen –  dennoch Interesse an einer “online-scheidung” besitzen, senden Sie uns kurz eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten an scheidung@kanzlei-raddatz.de mit dem Vermerk “online-Scheidung”. Wir werden Ihnen das Formular per E-Mail übermitteln und das weitere Vorgehen telefonisch mit Ihnen besprechen.

Neben dem eigentlichen Scheidungsverfahren wird im Scheidungsverbund häufig über den Unterhalt gestritten, insbesondere über die Höhe und die Dauer des zu zahlenden nachehelichen Ehegattenunterhalts. Dieses immens wichtige Thema bedarf einer ausführlichen Beratung mit dem Rechtsanwalt / Anwalt. Es bildet die  künftige Lebensgrundlage.

Neben dem Unterhalt als “Einkommen” ist das Vermögen der Ehegatten im Rahmen der Scheidung aufzuteilen (Vermögensauseinandersetzung). Das Familienecht teilt das Vermögen grundsätzlich in drei Vverschiedene Vermögensarten ein:

  • Ehewohnung und Haushaltsgegenstände
  • Versorgungsanwartschaften (Altersvorsorge: “Lebensversicherungen und Renten”) unterliegen dem Versorgungsausgleich
  • sontiges Vermögen unterliegt dem Zugewinn

Wegen der besonderen praktischen Bedeutung der Ehewohnung und der Haushaltsgegenstände für die Beteilgten enthält das Gesetz für diese Vermögensgegetände besondere Verteilungsregelungen. Häufig sind sich die Beteiligten jedoch über die Frage, wer von Ihnen diese Güter weiterhin nutzen darf einig.

In der Regel problematisch hingegen ist der sog. Zugewinn. Haben die Ehegatten keinen Ehevertrag abgeschlossen, leben sie im gesetzlichen Güterstand, der sog. Zugewinngemeinschaft. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass die Ehegatten trotz Ehe in vermögensrechtlicher Hinsicht so behandelt werden, als wenn sie nicht verheiratet wären. Jeder Eheggtte erwirbt in der Ehe Eigentum nur für sich; jeder Ehegatte haftet nur für seine eigenen Verbindlichkeiten (Ausnahme: Ehegatten gehen gemeinsame Verträge ein). Wird die Zugewinngemeinschaft beendet, insbesondere durch die Scheidung, ist diese abzuwickeln. Dieser sog. Zugewinnausgleichsanspruch errechnet sich indem die Zuwächse der Vermögensmassen der Ehegatten berechnet werden und miteinander saldiert werden. Der vermögensrechtliche Hinzugewinn der Ehegatten, der in der Ehezeit erzielt worden ist, wird so wertmäßig zum Ausgleich gebracht. Ein Anspruch auf Eigentumsübertragung an bestimmten Gegenständen wird hierdurch nicht erworben. Der Rechtsanwalt / Anwalt hat im Bereich des Zugewinnausgleichsverfahrens darauf zu achten, dass das Vermögen vollständig erfasst wird und zutreffend bewertet wird.

Neben dem Vermögen im umganssprachlichen Sinne, welches im Zugewinn auszugleichen ist, hat jeder Ehegatte einen Anpruch auf hälftige Teilhabe an den Altersvorsorsorgeanwartschaften (Renten) des anderen Ehegatten, soweit diese in der Ehezeit erworben worden sind. Diese Anwartschaften sind von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Allein wenn man bedenkt, dass 18,9% des Bruttoeinkommens eines Arbeitnehmers in die gesetzliche Renteversicherung fließen und darüber hinaus weitere private Vorsorge betrieben wird. Der Bundesgerichtshof hat den Versorgungsausgleich daher zu Recht dem Kernbereich des Scheidungsfolgenrechts zugeordnet. Das Gesetz hat den Versorgungsausgleich wegen seiner enormen (auch volks-)wirtschaftlichen Bedeutung in den sog. Zwangsverbund mit dem Scheidungsverfahren gezogen. Dies bedeutet, dass es eine Ehescheidung ohne Versorgungsausgleich nur in Ausnahmefällen zulässt.

Innerhalb der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung gilt, dass die Vermögensarten, die dem Versorgungsausgleich unterfallen und solche die dem Zugewinn unterliegen, strikt voneinander abzugrenzen sind, um eine doppelte Verwertung zu verhindern.

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